Standventilator

Spätestens im Sommer, wenn die Temperaturen wieder Richtung 30 Grad klettern und man sich unwillkürlich an eine Sauna oder einen Backofen erinnert fühlt, denken viele Menschen über einen Ventilator nach. Am häufigsten anzutreffen sind hierbei die Standventilatoren, angeboten in verschiedenen Höhen und Durchmessern sorgen sie für eine erfrischende Brise an heißen Sommertagen. Neben dem klassischen Standventilator, ein Standfuß, oben drauf der Motor mit dem Rotor davor, gibt es auch den Säulen- oder Turmventilator, und seit einigen Jahren werden sogar Geräte ganz ohne sichtbaren Rotor angeboten.standventilator-test

Standventilator – der Klassiker

Beim klassischen Standventilator gibt es eine große Auswahl von Geräten, für jeden Geschmack und Geldbeutel ist etwas dabei. Die meisten Ventilatoren stehen auf vier Füßen, die am Ende des Standrohrs kreuzförmig angeordnet sind. Da der Schwerpunkt der Geräte oben liegt sollten die Füße ausladend genug sein, um eine gute Standfestigkeit zu erreichen, gummierte Abschlüsse an den Fußenden verhindern Kratzer auf Laminat oder Parkett und schonen die eigenen Füße. Andere Modelle haben einen runden Standfuß, der entweder massiv gearbeitet ist oder unter dem ein Gewicht verborgen liegt und so für die nötige Standfestigkeit sorgen soll. Diese Geräte sind deutlich schwerer als ihre leichtfüßigen Kollegen, dafür geben sie optisch ein besseres Bild ab.

Stanventilatoren Tests:

Honeywell HS-1040RE Standventilator

Rowenta Standventilator ESSENTIAL VU4110

Klarstein Blizzard RC 2G Standventilator

Standventilator mit 3 Geschwindigkeitsstufen

Eher selten sind dreibeinige Varianten zu finden, bei denen der Ventilator selbst auf einem Stativ befestigt ist, wie man es von Kameras her kennt. Die verwendeten Materialien reichen dabei von Kunststoff über Holz und Metall, für runde Standfüße wird auch Stein verwendet. Beim Standrohr gibt es entweder die feststehende Variante wobei die Höhe in der Regel bei 130 cm liegt, oder aber eine Ausführung als Teleskoprohr, bei der sich die Höhe stufenlos verstellen lässt. Am oberen Ende des Standrohrs ist der Motor mitsamt des Rotors befestigt. Bei vielen Modellen ist er in der Neigung verstellbar, um den Luftstrom nach oben oder unten zu lenken, häufig kann man auch eine Oszillation einstellen, so dass der Rotor im Betrieb von links nach rechts schwenkt und den Luftstrom im ganzen Raum verteilt.

Beim Rotor selbst gibt es verschiedene Formen und Materialien, die an Flugzeugpropeller, Schiffsschrauben oder auch Kleeblätter erinnern. Bei der Auswahl sollte man neben der Optik auch die Akustik beachten, denn gerade bei hohen Drehzahlen entstehen durch die jeweilige Form neben dem Motorengeräusch auch Windgeräusche. Schließlich gibt es noch den Schutzkäfig, der den Rotor umschließt. Dieser sollte zum stabil genug sein, um auch mal einen Stoß anzuhalten und zum anderen fest montiert, damit es beim Betrieb nicht zu Klappergeräuschen kommt. Und auch die Demontage sollte einfach gehalten sein, damit eine leichte Reinigung des Rotors möglich ist.

Der Turmventilator

Durch seine schlanke Bauform eignet sich ein Turmventilator gut für kleinere Räume oder auch dort, wo unauffällig für Luftbewegung gesorgt werden soll.
Beim Design reicht die Palette vom schlichten Kunststoff zum edlen Metall, die Höhe der meisten Modelle liegt bei ca 90 cm. Da der Motor des Geräts am Fußende verbaut ist kommen Turmventilatoren mit einer recht kleinen Stellfläche aus. Auch bei ihnen gibt es die Möglichkeit der Oszillation und über verstellbare Lüftungsschlitze lässt sich der Luftstrom nach oben lenken. Da der Rotor im Gerät verbaut ist und somit nur schwer oder gar nicht gereinigt werden kann, ist bei solchen Geräten ein wechselbarer Filter sinnvoll, der Luft beim ansaugen von Staub befreit.

Honeywell HO-5500RE Turmventilator im Test
ROWENTA VU 6520 Ventilator Eole im Test
Duracraft DO-1000E Turmventilator im Test
Dyson Air Multiplier AM07 Turmventilator im Test

Der rotorlose Ventilator

Diese Variante des Standventilators ist noch relativ neu auf dem Markt und gehört zu den teureren Modellen von Ventilatoren. Bei ihnen wird durch einen kleinen Rotor im Standrohr des Geräts Luft angesaugt und über schmale Schlitze im Diffusor wieder ausgestoßen. Durch die spezielle Form und das Profil des Diffusors wird dabei die Luft aus der Umgebung mitgerissen und es entsteht ein Luftstrom. Diese Geräte bestechen vor allem durch die ungewohnte Optik, einen technischen Vorteil gegenüber herkömmlichen Ventilatoren bieten sie nicht.

Komfort

Heutige Standventilatoren können durchaus komfortabel zu bedienen sein. Zwar sind die Zeiten der manuellen Steuerung mit drei Leistungsstufen noch nicht vorbei, aber immer mehr Geräte lassen sich mittlerweile ganz bequem per Fernbedienung steuern. Neben der stufenlosen Leistungseinstellung kann man die Oszillation an- oder abschalten, viele Geräte verfügen auch über einen Timer, der das Gerät nach einer festgelegten Zeit abschaltet. Diese Funktion ist sehr nützlich, wenn man abends bei einer leichten Briese einschlafen, aber am nächsten Morgen nicht mit einem steifen Hals aufwachen möchte. Und auch Automatikprogramme werden angeboten, bei denen durch Leistungssteuerung und Oszillation der natürliche Wind nachgeahmt wird und so ins Büro oder Wohnzimmer kommt.

Allen Geräten gemein ist, dass sie einen konstanten Luftstrom erzeugen und so bleibt es letzten Endes dem eigenen Stil und auch dem Geldbeutel vorbehalten, für welchen Ventilator man sich entscheidet.